

Die Freigrafschaft Düdinghausen
1539 - 1663/1800 n.Chr.
Jahrhunderte lang litten ihre Bewohner unter den Konflikten zwischen Waldeck und Kurköln. Alles mitzuerleben in der Freigrafschafts-Ausstellung im Museum und beim Geschichtlichen Dorfrundgang.
Einführung der Reformation und 70jähriger Territorialkonflikt
1530 führte Graf Philipp III. von Waldeck die Reformation ein. Nun begannen langjährige Territorial- und auch Konfessionsstreitigkeiten mit den Edelherren zu Büren und den Kölner Fürstbischöfen. Es ging wohl auch um Erzvorkommen. 1609 kaufte Waldeck die Freigrafschaft von den Bürenern.

Trügerische Ruhe ...
Nach der Einführung der Reformation in den 8 Dörfern der Freigrafschaft wurden die 3 lutterischen Prediger in den Dörfern angenommen.

... vor gleich mehreren Konflikten
Der entstehende reichsweite Religionskonflikt führte jedoch zum Aufflammen weiterer Konflikte – wie den Territorialkonflikt um die Freigrafschaft. Es ging auch um Bodenschätze.


Rufmord und Aufwiegelung
Symptomatisch für die neue Unruhe war 1539 die Anschuldigung eines Mordanschlags auf den Düdinghauser Prediger. Ein Polizist der Edelherren von Büren wurde bald zur Verteidigung ihrer Interessen gegen die Waldecker im umstrittenen Dorf eingesetzt.

Erst der Stern bringt "kurze Zeit" Ruhe
Dann folgten 70 Jahre Überfälle über beide Seiten der Grenze hinweg ("Kleiner Grenzkrieg"). Waldeck schaffte erst 1609 durch Ankauf der Grafschaft Ruhe. Von nun an war das Waldecker Wappen wieder das Herrschaftssymbol der Freigrafschaft.