

Tatkräftige katholische Pfarrer in Kaiserszeiten
1850 - 1905 n.Chr.
Im 19. Jahrhundert galt es, nach mehreren Jahrhunderten konfessioneller Wirren die katholische Tradition im Dorf wiederzubeleben. Hier war es eine glückliche Fügung, dass damals im Dorf in kurzem Abstand gleich 3 tatkräftige Pastöre wirkten. Dechant Dr. Friedrich Anton Grimme, Pfarrer Theodor Finke und Wilhelm Büdenbender.

Ein wirklich spiritueller Weg
Dechant Dr. Friedrich Anton Grimme, Bruder des Sauerlanddichters, wirkte von 1849-1896 im Dorf. Ein Gang über den Kreuzweg (1856), der unter seiner Leitung entstand, hinauf zur Auferstehungskapelle lohnt sich!

Ein Mann mit Überzeugung
Grimme geriet als Freund des inhaftierten Paderborner Bischofs Martin 1875 in den Konflikt zwischen Preußen und Rom (Kulturkampf). Darüber informiert eine Tafel.

Standhaft bis in die heutige Zeit
Später ging Preußen auf die Katholiken, auch auf Dechant Grimme zu. Sein Pfarrhof wurde durch ein repräsentatives Pastorat ersetzt. Das noch heute existierende Pastorat, zu der auch die Pastoren Scheune gehört.

In Gedenken an einen großen Mann der Kirche
Das Grab von Dechant Grimme ist noch heute auf dem Friedhof zusammen mit dem Grab seines Neffen Prof. Dr. Gustav Grimme, dem jüngsten Sohn des Sauerlanddichters.


Ein Mann mit großer Tatkraft
Wilhelm Büdenbender (geb. in Irmgarteichen) wirkte kurz, aber tatkräftig, als Pfarrer (1899-1905). Die Kirche aus 1709 war baufällig und eines Pfarrdorfs nicht mehr würdig.


Ein Unterschied wie Tag und Nacht
So packte er den Bau einer neugotischen Kirche an. Die Einweihung dieser majestätischen Kirche fand schon 1903 statt. Büdenbender übernahm 1905 die Pfarrerstelle in Scheidingen.



Unsere Kirche in der Gegenwart
Auch heute ist die Kirche das Wahrzeichen des Dorfes. Neumodern, mit weißem Außenputz versehen, fällt sie so auch in der Nacht, angestrahlt, aus weiter Ferne ins Auge. Leider fiel die reiche Innenraumbemalung komplett dem Bildersturm der 60er Jahre zum Opfer. Ein Teil der Fresken konnten kurz vor der Jahrtausendwende wieder gerettet werden. Empfehlenswert ist ein Besuch unserer denkmalgeschützten neugotischen katholischen Kirche dennoch. Gilt sie doch - mit den zahlreichen Ausmalungen des Kirchenmalers Bergenthal und den zurückgekehrten Einrichtungsgegenständen - wieder als wahres Schmuckstück in der Region.