

Konfessionskonflikte im Dorf – auch nach Aufhebung der Freigrafschaft
1612 - 1800 n.Chr.
Wenn Konfessionskonflikte im Dorf dem Thema "Freigrafschaft" zugeordnet werden, so erzählen unsere Führer in unserer Kirche am historischen Taufbecken über einen bizarren Streit unserer rivalisierenden Pfarrer im Jahre 1751 – noch 88 Jahre nach Aufhebung der Freigrafschaft.

Reformation und ihre Folgen
1530 führte Graf Philipp III. von Waldeck die Reformation ein. Nun begannen langjährige Territorial- und auch Konfessionsstreite mit den Kölner Fürstbischöfen. Sie wirkten sich blutig in den Dörfern der FG aus. - Fehdebriefe, Drangsalierung, Überfälle, Zwangskonfessionswechsel

Teilung der Freigrafschaft
Der Konflikt endete erst 1663 mit der endgültigen Aufteilung der Freigrafschaft zwischen Kurköln und Waldeck. Den Einwohnern wurde die freie Konfessionswahl zugesichert.


2 rivalisierende Kirchen
In Eppe und Düdinghausen ging der Konflikt 100 Jahre lang weiter, weil die Waldecker Grafen die Kirchen und viele Grundstücke behielten. In Düdinghausen herrschten im Dorf 2 Kirchen und bis 1759 2 rivalisierende und streitbare Pfarrer, die lutterischen Prediger und die Kreuzherrn des Klosters Glindfeld.

Stille Wasser sind tief
Das Taufbecken in der heutigen Kirche stammt noch aus der alten Notkirche und hat so manche Geschichte zu erzählen. Zum Beispiel von einem katholischen Pfarrer, der 1751 das Kind des evangelischen Küsters überfallartig katholisch getauft hat.
(Mehr erfahren Sie bei einer Kirchenführung)