

Gegenreformation und Niedergang der Freigrafschaft
1612 - 1663/1800 n.Chr.
Ab 1612 führten die Kölner die zwangsweise Rekatholisierung in den 8 Dörfern durch und im Westfälischen Frieden wurde die Rechtsposition der Waldecker Grafen wieder gestärkt. Dies führte 1663 zu einem Territorialkompromiss: Auflösung der Freigrafschaft durch Teilung zwischen Waldeck und Kurköln.


Mit Überzeugung und Leidenschaft ...
Die 3 lutterischen Kirchen der Waldecker wurden 1625 zugenagelt und die Kreuzherren des nahen Klosters Glindfeld wirkten leidenschaftlich bei der Zwangskatholisierung der Bevölkerung mit. Beispiele für die Drangsalierung der lutterischen Prediger, Überfälle, Konfessionswechsel der Bewohner gibt es genug in der Ausstellung.


... ohne endgültigen Erfolg
Nach Jahren der Unsicherheit und der Zwietracht brachte der Westfälische Friede 1648 abermals nur eine trügerische Ruhe und bestimmte die Rückkehr der Waldecker Prediger.


Jeder bekommt seinen Teil ...
Durch den Westfälischen Frieden erneut entstehende Aufstände wurden durch Teilungsverträge, der letzte 1663, beantwortet. Die Freigrafschaft Düdinghausen wurde aufgehoben. 3 Dörfer kamen zu Waldeck, 5 zu Kurköln.

... und die Menschen eine Grenze, die sie teilt
Die neue Landesgrenze wurde gemeinsam abgesteint und teilte von nun an Dörfer, Freunde und Familien.

Endlich Glaubens-Frieden?
Der erhoffte Frieden blieb jedoch vor allem in Eppe und Düdinghausen aus. Dort ging der Konflikt mehr als 100 Jahre lang weiter, weil die Waldecker Grafen die Kirchen und viele Grundstücke behielten.


Gehen Sie auf Entdeckungstour
Die bildreiche Freigrafschafts-Ausstellung enthält beeindruckende Beispiele dieser mehrere Jahrhunderte dauernden Auseinandersetzungen. Bei einem Gang durch den historischen Dorfkern vermitteln 22 sozialgeschichtliche Häusertafeln, der steinerne Freistuhl und die Kirchentafeln einen plastischen Eindruck vom Leben in einem Freigrafschaftsdorf.